Der Gregorianische Choral ist eine einstimmige liturgische Musikform der römisch-katholischen Kirche.
Er ist einfach und schlicht und dennoch voll inneren Glanzes. Seine Einstimmigkeit, seine frei schwebende Rhythmik, seine kirchentonartliche Welt, die ihm eigentümliche Ruhe und seine, den Text ausdeutende nüchterne Schönheit haben ihn über die Jahrhunderte hinweg zu einem einzigartigen Dokument gelebten und gesungenen Glaubens gemacht.
Der Choral ist Ursprung der europäischen Musikentwicklung. Er selbst war dabei aber zu keinem Zeitpunkt in der Musik-geschichte einer Mode unterworfen. Zu allen Zeiten hat er auf die Epochen der Musik eingewirkt und sie beeinflusst; bis hin zu der "Neuen Musik" des 20. Jahrhunderts. In vielen Klöstern erklingen bis heute die jahrhunderte alten Choräle.
Das Chorgebet der Trappisten in Mariawald wurde am Freitag und am Samstag vor Pfingsten 1999 aufgenommen. Es ist nicht das Gebet einer Gesangsschule, die hierfür geprobt hätte, sondern alltäglich gesungener Vollzug dessen, von dem die Mönche durch ihr Leben Zeugnis ablegen. Dies macht die vorliegende Aufnahme in besonderer Weise authentisch.
Die Auswahl von Antiphonen, Hymnen, Psalmen und Gebeten soll den Hörer liturgisch und musikalisch durch einen Tag im Leben der Trappisten führen; von den nächtlichen Vigilien bis zum Salve Regina am Ende der Komplet.
Das Chorgebet der Trappisten, das sich aus dem Schweigen emporhebt, um wieder in der Stille zu verklingen, vermag einen Eindruck von dem Geist vermitteln, den die Abtei Mariawald und ihr schlichter Choralgesang ausstrahlt.
Die CD wurde realisiert unter Mitwirkung des Vereins der Freunde und Förderer der Abtei Mariawald, 52396 Heimbach.